Dubai // Hong Kong // Taiwan Roadtrip // Taipeh

Tag 1 // Düsseldorf >>> Dubai

Whoop Whoop, es geht wieder auf Reisen… dieses Mal hatten mein Freund und ich einen Trip nach Taipeh mit Stop in Dubai und Hong Kong und einem kleinen Roadtrip durch Taiwan geplant. Alle vier Stationen sind für mich absolutes Neuland, während mein Freund Dubai und Taipeh schon kennt. Am 19. Juni 2017, 21.30 Uhr ging die Reise ab dem Flughafen Düsseldorf los.

Emirates brachte uns entspannt über Nacht von Düsseldorf nach Dubai. Noch bevor wir in das Ramada Hotel in der Marina eingecheckt hatten, ging es an den Strand und wir spazierten die Promenda entlang. Es war gerade mal 9 Uhr, aber es war schon unglaublich heiß mit 35 Grad. Aber es war auch genau das Urlaubsfeeling auf das ich mich so gefreut hatte.
Das Meer ist mega schön blau-türkisfarben, allerdings eher wie eine riesige Badewanne was den Erfrischungseffekt angeht. Abkühlung gibt es eher nur im Pool.
Vom Strand aus bekommt man schon den ersten Eindruck von der enormen Dimension von Dubai. Ich bin das erste Mal hier und ich kann mich an den Wolkenkratzern im strahlend blauen Himmel nicht sattsehen. Und es werden noch mehr werden: immer wieder trifft man in der Stadt auf Baukrähne und Ansätzen von Wolkenkratzern. Schräg gegenüber von unserem Hotel steht ein halbfertiges Riesenrad, das Teil eines neuen Vergnügungspark sein wird. Das Land dafür wurde extra aufgeschüttet, was in Dubai allerdings nichts besonderes mehr ist: inzwischen wird die dritte Palme im Meer gebaut und das „The World“-Projekt wird auch weiterverfolgt.

Nach dem Check-in gegen 11 Uhr holte uns die Müdigkeit ein und wir machten eine Pause bis zum Nachmittag. Ich hätte noch länger schlafen können: insbesondere vor dem Hintergrund, dass bis Sonnenuntergang auf der Straße bzw. in der Öffentlichkeit keine Getränke getrunken und nicht gegessen werden durfte. Die Regelungen des Ramadan gelten in Dubai fast ausnahmslos auch für Nicht-Muslime. Ich gebe zu, wir hatten das überhaupt nicht auf dem Schirm. Es macht dann aber die Blicke und Reaktionen auf uns in der Metro vom Flughafen ins Hotel verständlich, da wir mit einem Coffee to Go eingestiegen sind. Man darf aber auch allgemein nicht im öffentlichen Nahverkehr Essen und Trinken. Auch das Kaugummi kauen steht unter Strafe.

Tag 1 verbrachten wir dann am Strand und am Pool.

Am Abend spazierten wir durch die Marina und aßen mit einem Freund meines Freundes zusammen in dem kleinen Lokal Chalet Grill (Al Barsha 1, Dubai). Ich mochte vor allem seine kleinen Geschichten über Dubai und wie er Dinge in der Stadt einschätzt. Das Restaurant ist eher schlicht, aber das platt gedrückte Hühnchen, für das es bekannt ist, schmeckte sehr, sehr lecker. Es gibt ein Buffet, aber wir haben zusammen ein paar Sachen aus der Karte bestellt und geteilt. Ich empfehle das Lokal uneingeschränkt weiter. Es ist zwanglos und herzlich geführt.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch in die Bar des Marriott Hotel. Einen Aussenbereich gibt es leider nicht, aber man kann im Innenraum einen Rundgang machen oder einfach entspannt bei einem Drink nach draußen schauen.
Alkohol gibt es in Dubai übrigens nur in Bars/ Clubs. Davon hat dann fast jedes Hotel eine. Oder man kauft im Duty Free am Flughafen was.

Tag zwei // Dubai

Tag zwei in Dubai startete für mich mit einer Session Yoga auf dem Balkon im 13. Stock bei 34 Grad. Es war im ersten Moment erschlagend, aber die langsame Version der Sonnengrüssen und einzelnen Asana taten gut. Die Hitze steckte ich insgesamt nicht so gut weg, wie ich es erwartet hätte. Die erste Nacht schlief ich wie ein Stein, ich war wohl echt fertig.

Nach dem späten Frühstück machten wir uns auf in das alte Dubai, nach Deira. Wir nutzen das Tram- und Metronetz und nach etwa 50 Minuten erreichten wir die Haltestelle Al Ras, unseren Startpunkt unserer Tour. Von hier aus schauten wir uns den Gewürzsouk, den Goldsouk und den Kleidersouk an. Wir waren gefühlt die einzigen Touristen die unterwegs waren: die Gänge waren fast leer. Und wir wurden ständig angesprochen von den Verkäufern. Leider für meinen Geschmack zu direkt und laut, auch wenn ich verstehen kann, dass die Konkurrenz groß und das Teil der Mentalität ist. Letztlich haben wir nichts gekauft weil es einfach irgendwie nervig war und man nicht in Ruhe schauen konnte.

Zwischen den Souks sind wir mit dem Wassertaxi gefahren, was ein wenig Erfrischung brachte und mir sowieso immer sehr viel Spaß macht. Es kostet nicht viel und ist einfach eine entspannte Möglichkeit die Flussseite zu wecheln.

Mein Highlight war das unter Denkmalschutz stehende Künstlerviertel Bastakiya. Hier fanden wir auch das Make Art Café. Es war unheimlich einladend eingerichtet mit einem großen Essbereich: man hätte super hier verweilen hätte können. Die Speisekarte hatte sogar eine Aqai Bowl ausgewiesen, die ich zu gerne probiert hätte. Leider wurde wegen des Ramadan nicht serviert, so dass uns dieser Part leider verwehrt blieb. Wir schauten uns daher nur um: es gab u.a. Fotografien, Bilder, Skulpturen, Lampen, viel Kreatives, einen Souvenirs Shop… und eine tolle Dachterasse. Leider war auch sie vom Ramadan betroffen.
Ich kann das Make Art Café nur empfehlen und ich gebe zu: mir gingen die Einschränkungen langsam auf den Keks weil es uns zum Teil sehr beeinflusste in dem was wir gerne gemacht hätten in dem
Moment. Aber was soll es; wir hatten die Reise so geplant und dann muss man sich auch an die Regeln/ Besonderheiten vor Ort halten.

Am späten Nachmittag fuhren wir dann zum Burj Khalifa und die Mall of Emirates. Das Burj Khalifa empfand ich als Wahnsinn, es ist wirklich imposant und ich hab echt lange einfach nur nach oben schauen können. Mit 829,8 m bis zur Spitze ist es die Nummer 1 der höchsten Gebäude weltweit- noch.
Hochgefahren sind wir nicht: das Wetter war diesig, die Sicht wäre nicht besonders weit gewesen. Vielleicht beim nächsten Besuch, dann will ich auf jeden Fall auch in die Wüste raus.
Die Mall ist cool: es gibt ein großes Aquarium, einen Wasserfall und eine Eislaufbahn. Und natürlich sehr, sehr viele Shops. Ich war ehrlich gesagt aber besonders froh darüber, dass die Malls den Ramadan für Kinder und Nicht-Muslime aufweichen: hinter Stellwänden war der Food Corner auch hier ganz normal geöffnet. Bummeln waren wir dann auch noch.

Als wir wieder zurück im Hotel waren nutzen die die letzten Minuten bis 21 Uhr im Pool um noch ein wenig abzukühlen und entspannten dann kurz auf unserem Balkon.
Später trafen wir uns nochmals mit dem Freund meines Freundes, der mit uns in einen anderen Teil von Dubai fuhr, nahe Deira, der wiederum ganz anders ist als das alte und das ganz neue Dubai. Wir cruisten ganz entspannt die Straße entlang, die von Restaurants und Hotels gesäumt war. Allerdings war alles sehr flach gebaut. Leider war es schon recht spät, so dass wir all die kreativen Orte von den er uns erzählte, nicht mehr besuchen konnten. Aber wir hatten noch leckere Burger im Elevation Burger und quatschten bis wir echt müde waren.
Ich muss auf jeden Fall nochmals nach Dubai.

… Fortsetzung folgt …

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