Mein Yoga – vom Anfang bis zum Yoga Teacher Training

Meine ersten Berührungspunkte zum Yoga und insgesamt einen großen Einfluss auf mein Yoga hat Jasmin (alias triandyoga bei Instagram). Ich habe sie während meiner Anfangszeiten im Triathlonsport 2011/2012 kennengelernt und sie nahm mich einfach mal mit in ein Fitnessstudio, in welchem sie damals u.a. Kurse gab. Sie war es auch, die mich in die Yogakitchen in Düsseldorf brachte.

Und ja, es kann ein himmelweiter Unterschied sein, ob man Yoga im Fitnessstudio macht oder in einem Yogastudio. Und was ich in den folgenden Jahren meiner Yogapraxis gelernt habe: es gibt auch wahnsinnig viele Variationen wie man Yoga praktizieren kann: damit meine ich nicht nur den Yogastil sondern auch den persönlichen Stil eines Lehrers. Ich denke, das ist auch ein Grund, wieso ich, Meisterin in „immer mal was Neues“, über Jahre doch am Yoga hängengeblieben bin. Mal mehr, mal weniger, aber doch beständig, besuchte ich Yogastunden und probierte dabei Studios in der Stadt aus und liebte es auch auf Reisen mal ein Studio zu besuchen.

In der YogaKitchen verbrachte ich viel Zeit, machte aber auch Abstecher in andere Studios wie dem karmakarma, die yogaloft und während meines dreimonatigen Arbeitseinsatzes in Frankfurt am Main auch im Inside Yoga.

Meine eigene Praxis zu Hause, insbesondere in der freien Natur, habe ich erst viel später für mich entdeckt. Ich brauchte lange die Anweisung des Lehrers um auf die Matte zu kommen und dort dieses breite Grinsen ins Gesicht zu bekommen. Noch heute gehe ich sehr gerne zu Yogastunden und lasse mich auch weiterhin gern von einem Lehrer korrigieren in der Ausrichtung der Asana. Es ist nie gleich, es ist immer ein Puzzleteil für meine persönliche Praxis und Verständnis von Yoga. Aber meiner Meinung nach war und ist das auch gut so, denn Yoga ist komplex. Und es ist wie mit Laufen, Schwimmen, Radfahren, Triathlon, wohl ziemlich allem: es braucht Zeit, Übung und Leidenschaft … man sollte sich ausprobieren und experimentieren um sein Yoga zu finden: was man vielleicht irgendwann mal an andere weitere geben kann.

Ich war nie ein Yogi, der diese fantastischen Verrenkungen und Armbalancen konnte. Hiervon bin ich auch heute noch weit entfernt. Ich liebe simple, aber dynamische und kreative Flows. Ich mag es, wenn meine Arme im xten Krieger 2 gefühlt abbrechen, nur um dann genau diese elegant in den friedvollen Krieger zu schwingen und dann vielleicht noch in den Krieger 3 zu balancieren… mein Yoga ist ein Yoga, das meinen Fokus auf mich und den Moment bringt, der mich fordert aber nicht verurteilt. Der mich tief ein- und ausatmen lässt, nicht selten meinen Atem beschleunigt, aber mir nicht die Luft zum Atmen nimmt. Ich habe genug (gefühlten) Leistungsdruck in anderen Lebenslagen, beim Triathlon und beim Yoga suchte ich immer einen anspruchsvollen, aber stetig positiven Weg.

Begeisterungsfähige Menschen wie ich es bin, möchten am liebsten überall dabei sein oder es zumindest ausprobieren. Daher war der Gedanke, die Yogalehrerausbildung zu machen, recht früh da. Letztlich habe ich mir damit zunächst unfreiwillig aus zeitlichen Gründen (die Termine für die Ausbildung in meinem damaligen Wunschstudios waren für mich nicht umsetzbar), dann aus Vernunft (es wäre einfach zu viel gewesen) Zeit gelassen. Wenn dann alles nach Plan gelaufen wäre, würde ich die Ausbildung ab September 2017 in Thailand machen.

Mit diesem Plan im Kopf war ich irgendwann im Herbst 2016 im Shivasloft bei Kevin Beavers in einer Stunde. Ich kannte ihn schon von Stunden aus dem karmakarma. Er und Verena hatten das Studio übernommen und im Studio lag ein schön gestalteter Flyer für das 200h Yogateacher Training ab Februar 2017 aus. Kennt ihr das, wenn euer Bauchgefühl mit euch reden will und eine Horde Schmetterlinge ihr Unwesen im Magen treiben, wenn euer Gehirn sofort anfängt abzuchecken was möglich wäre, welche Bedeutung diese neue Möglichkeit insgesamt haben würde und ihr merkt, dass da gerade irgendwas passiert? So war es bei mir. Ich musste mir die Termine und Inhalte der Ausbildung bei Kevin genauer ansehen und mein Traum von der Ausbildung in Thailand kam nochmals auf den Prüfstand.

Es folgte ein Abgleich mit meinem Kalender, eine pro/ contra-Liste, Gespräche mit Freunden und meinem Freund, ein Infoabend im Shivasloft mit Kevin und Verena und eine Entscheidung: kein Thailand im Herbst 2017, dafür die Ausbildung im Shivasloft in Düsseldorf bei Kevin und Verena ab Februar 2017.

Das waren die ausschlaggebenden Punkte, ohne dass die Reihenfolge der Aufzählung eine Priorisierung widergibt:

  • Ich war zum Zeitpunkt der Entscheidung sehr urlaubsreif und unser Floridatrip stand kurz bevor. Die Vorstellung, dass ich danach (fast) keinen Urlaub mehr haben würde bis Ende August 2017 des Folgejahres, war in diesem Moment gefühlt sehr, sehr fies und ungesund. Dass ich keinen Urlaub mit meinem Freund zusammen hätte, war ebenfalls schwierig für mich, da ich die Reisen mit ihm zusammen und die gemeinsame Zeit im Allgemeinen mit ihm sehr, sehr mag.
  • Dass ich aus dieser langen Durststrecke und Vollzeitjob dann von 0 auf 100 in eine körperlich und mental anstrengende Ausbildung ginge, war herausfordernd, aber nun mal eine Tatsache die angesichts vom Leben am Meer und kulinarischen Schlaraffenland, machbar wirkten. Aber ich hatte zu dieser Zeit Probleme mit meinem Handgelenk: ich war nicht sicher, ob es dem intensiven Training standhalten würde. Und ich hatte Zweifel, wie mein Körper allgemein auf diese intensive Zeit reagieren würde.
  • Die Ausbildung in Thailand hätte mich um die 5000 EUR gekostet: für Kurs, Unterkunft und Flüge, plus meinen Jahresurlaub. Die Ausbildung in Düsseldorf für die Ausbildungswochenenden, Mitgliedschaft im Studio während der Ausbildung, das Intensivwochenende und Lunchausgaben während der Ausbildungswochenenden etwa 3500 EUR, sowie 5 Tage meines Jahresurlaubes.
  • Kevin praktiziert ein Yoga, das ich sehr mag. Ich achte ihn für das was er tut und ich mag seine Persönlichkeit sehr. Das Studio ist um die Ecke von meiner Wohnung und meinem Büro und ich fühle mich dort sehr wohl. Der Unterricht findet in englischer Sprache statt und verteilt sich über diverse Wochenenden und eine Intensivwoche zwischen Februar 2017 bis September 2017. Meine Lehrer in Thailand kannte ich nur aus dem tollen Feedback anderer Schüler bei Youtube oder auf der Internetseite, sympathischen Videos bei Youtube und einem persönlichen Erfahrungsbericht über Bekannte.
  • Wenn es in Thailand losgeht, endet die Ausbildung in Düsseldorf bereits.

Ich werde nie wissen, wie es in Thailand gewesen wäre; ein Resümee wird niemals möglich sein zwischen beiden Optionen. Aber ich liebe das was ich jetzt tue und es fühlt sich richtig an. Ich habe in den ersten beiden Ausbildungseinheiten bereits sehr viel gelernt und es warten noch viele spannende Themen und Erfahrungen auf unsere kleine Gruppe. Ich habe Zeit es zu verarbeiten, zu wiederholen und damit zu spielen.

Ich bin ehrlich, es fällt mir nicht leicht nach den Ausbildungs-wochenenden in meinen Alltag zurückzukehren, da ich die Atmosphäre der Ausbildung sehr mag und diesen geschützten Korridor zum lernen liebe. Aber ich merke auch, dass es gut ist, dass ich Pausen habe. Ob mein Kopf und mein Köper 4 Wochen Ausbildung am Stück verkraftet hätten, und mir diese Lerneffekte geschenkt hätten… man weiß es nicht. Sicherlich „verpasse“ ich dafür andere tolle Erfahrungen, denn 5 Wochen Thailand wären schon echt geil.

Ich habe mich mit ganzem Herzen für die Ausbildung bei Kevin und Verena im Shivasloft in Düsseldorf entschieden und dieser Blog wird davon berichten.

WRITE A COMMENT