New York

Mein erstes Mal New York war richtig toll. Ich mag die Stadt sehr und ich will auf jeden Fall nochmals hin, noch viel mehr erleben und sehen.

// Tag eins

Los ging es am Mittag ab Düsseldorf mit Lufthansa. Es lief so gut, dass wir eine Stunde früher in Newark gelandet sind. Die Ausreise war problemlos: netter Smalltalk mit den Beamten, alles super nett. Ein wenig aufgeregt bin ich bei Kontrollen aber trotzdem immer.

Mit dem Skytrain ging es zur UBahn und mit der zu unserer Unterkunft, Hotel Henri, um die Ecke vom Flatiron Building. Durch unsere frühere Anreise erlebten wir sogar noch einen tollen Sonnenuntergang in der Häuserschlucht der 5th Avenue.

Die spazierten wir dann auch eine ganze Weile entlang: wir hatten ein konkretes Ziel, außer gucken und irgendwann mal was Essen.

Ich mochte die Straßen von New York auf Anhieb. Manchmal glaubt man kaum, dass man in einer der Weltmetropolen ist weil es so kleinstädtisch süß wirkt. Vor allem in Greenwich Village. An anderen Stellen überquert man riesige Kreuzungen: gerne auch bei rot, weil der Verkehr eh nicht voran kommt.

Nach einer Stärkung im The Malt House http://www.themalthousevillage.com liefen wir noch bis zum New York Times Square. Ein MUSS bei Nacht, wobei es hier vermutlich nie dunkel wird. Ich fand es total schön auf der Treppe zu sitzen und das Treiben zu beobachten. Es war ein Dienstagabend: aber das macht hier vermutlich keinen Unterschied, hier ist immer was los.

Unter der Treppe am Times Square kann man günstige Resttickets für den Broadway kaufen. Wir haben das dieses Mal nicht gemacht, aber beim nächsten mal bestimmt.

Zurück im Hotel hielt uns nichts mehr wach. Am nächsten Morgen wollten wir auch früh starten.

// Tag zwei

Wir starteten früh, da wir einiges vor hatten. Aber zuerst gab es ein tolles Frühstück im Le Pain Quotitien. http://www.lepainquotidien.com/store/columbus-circle/#.WkKIBCu1KEc

Danach machten wir uns via Subway Richtung Liberty Island auf. Wir kauften für die Woche ein 7-Tage-Ticket ($ 32). Damit kann man so oft die Subway benutzen wie man möchte. Für unser Sightseeingprogramm hatten wir online bereits das C3 City Pass (ca. 70 EUR, mit dem wir vor Ort drei Top Highlights frei wählen konnte.

Das Subway-System ist nicht ganz easy zu verstehen: man muss ein bisschen aufpassen ob man eine „Local“ oder „Express“ Bahn erwischt: die Express bringt einen tatsächlich schneller ans Ziel, aber nur wenn der Zielort eine Expresshaltestelle ist. Wir landeten z.B einmal unfreiwillig in Brooklyn.

Unser zweiter Tag in New York war kalt und sehr windig. Aber wir hatten Glück: als wir nach einer Stunde anstehen dann endlich die Fähre Richtung Freiheitsstatur betraten kam die Sonne durch und wie hatten den Rest des Tages nahezu strahlend blauen Himmel.

Es war sehr viel los, aber mich hat sowohl die Freiheitsstatur als auch Ellis Island, welche wir anschließend besuchten, sehr beeindruckt. Wir nahmen uns Zeit und kürzten lieber unseren Plan für den Tag.

Später gingen wir noch zum „Charging Bull“ in der Nähe der Wall Street, wo aber so viel los war, dass ich das „Fearless Girl“ gar nicht gesehen habe. Die Leute standen Schlange um den Bullen an einer bestimmten Stelle zu berühren, was Glück bringen soll. Di Modica, der Künstler, hat den Stier als Symbol für die Widerstandsfähigkeit der Amerikaner nach dem Börsencrash von 1987 erschaffen. Da so viel los war, gibt es leider kein Foto.

Nachdem wir an der Börse vorbei und noch ein wenig durch die Straßen geschlendert sind, gab es erst einmal eine Stärkung. Pizza, Burger, Sandwiches bekommt man an jeder Ecke.

Während wir unsere Pizza an einem Fenster im ersten Stock genossen, stockte der Verkehr sehr stark und man hörte immer wieder Sirenen. Ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher, ob das tatsächlich normal ist (was wir vermuteten) oder ob es mit dem Anschlag zu tun hatte, von dem wir zu dem Zeitpunkt jedoch noch nichts wussten.
Auch als wir wenig später am 9/11 Memorial waren, nahmen wir nur einen Helikopter wahr der ständig über dem Platz flog (ich hatte vorher erfahren, dass Rundflüge nur über Wasser verlaufen, nicht über den Häuserschluchten selbst), aber wir dachten uns nicht viel dabei. Die Namen zu lesen und sich an die Berichte von 9/11 zu erinnern, schlugen aber auch so schon ein wenig auf das Gemüt.

Im Hotel hatten wir dann wieder Internet und einige sorgenvolle Nachrichten erreichten uns. Schnell wussten wir, was eigentlich los war. Aber der Stadt selbst hat man es nicht angemerkt. Und die New Yorker liessen sich davon auch nicht beeinflussen: die Helloween Parade fand wie geplant statt und wir besuchten das Basketballspiel in Brooklyn der Brooklyn Nets gegen die Phoenix Suns. Auch dort war bis auf einem gemeinsamen Trauermoment Business as usual angesagt.

Das Spiel war ein Thriller, so spannend. Leider haben die Brooklyn Nets dann doch verloren. Aber es war ein tolles Erlebnis, einschließlich des Programms vor und während der Show.

Was für ein Tag, so viel gesehen und erlebt. Und das war erst der Anfang.

// Tag 3

Den Tag starteten wir mit einem Bagel: die Auswahl bei Brooklyn Bagel & Coffee Company war riesig und es war sehr lecker. Die perfekte Grundlage für den Tag.

Heute stand das 9/11 Memorial auf dem Plan. Ich habe weder viele Fotos gemacht noch werde ich großartig dazu schreiben: man muss es sich ansehen und erleben. Es lohnt sich auf jeden Fall: für mich war das sehr emotional mit den vielen Videos und Tonaufzeichnungen. Ich kann mich noch an den Tag erinnern als es passiert ist: ich war gerade im Fitnessstudio und hab es auf den laufenden TV gesehen. Es ist noch immer unvorstellbar und angesichts der Terrorvorfälle weltweit, und auch einen Tag zuvor in New York, ist es noch immer irgendwie auch präsent.

Auf der Westseite des Südbeckens, steht der „Überlebensbaum“: er wurde während der Aufräumarbeiten nach dem 11. September 2001 gefunden und in den folgenden Jahren gepflegt.

Am späten Nachmittag schlenderten wir durch den Stadtteil Soho und gingen dort ein wenig Shoppen. Am Abend fuhren wir nach Brooklyn um die Skyline von New York bei Nacht zu sehen und gönnten uns dann noch ein, zwei ausgefallene Biere in der Barcade. Ein sehr schöner Abschluss für den Tag, der für mich emotionales Kind etwas anstrengend war.

// Tag vier

Mein Tag vier in New York startete mit Yoga. Ich besuchte das jivamukti yoga , was ich gerne weiterempfehle. Einen kleinen Beitrag findest du auf meinem Instagram Account yyvi_blog dazu.

Danach gönnte ich mir Pancakes mit Bananen und Blaubeeren bei Johny‘s Luncheonette. Ich mochte den Laden, die Bedienung war wieder mega nett und es war viel los. Lecker war es auch. Das war eine ordentliche Grundlage für den Tag.

Weiter ging es mit einem Spaziergang durch die Stadt, zur Marathonmesse (der Marathonstart meines Freundes war der Grund für unsere Reise nach New York) und zu den High Lines. Letzteres ist auf jeden Fall ein Muss: mehrere Kilometer einer alten Güterzugtrasse umgestaltet zu einem Park, mit vielen wilden Pflanzen, Sitzmöglichkeiten und den ein oder anderen Stand, die Bilder / Fotos von Graffitikkünstlern verkauften. Wir hatten super sonniges Wetter, so dass wir uns diese auch einfach mal ins Gesicht scheinen lassen haben während wir es uns auf einer der vielen Bänke gemütlich gemacht haben. Man muss New York auch einfach mal genießen: die High Lines sind ein sehr guter Ort dafür.

Am Abend hatten wir noch Karten für „Boston – The documentary“, einen Dokumentarfilm über den Bosten Marathon von John Hangcock. Da hat es auch mir wieder in den Beinen gekitzelt. Nicht das letzte mal während dieses Urlaubes.

// Tag fünf

Heute starteten wir mit einem gesunden organic Frühstück im blank slate coffee + kitchen. Die Bowl war sehr lecker und die Location sehr einladend.

Anschließend starteten wir unsere Sightseeingtour zur Grand Central Station, Rockefeller Center und Central Parc. Der Ausblick vom Rockefeller Center ist einfach grandios: hier hat man auf der obersten Etage im Aussenbereich einen scheibenfreien Blick: einfach fantastisch.

Später erlebte ich ein weiteres Highlight: die Brooklyn Bridge. Wir fuhren mit der Subway rüber nach Brooklyn und liefen zurück nach Manhatten: einschließlich tollen Sonnenuntergang. Der Blick auf die Skyline von Manhatten, und bei gutem Wetter bis zur Freiheitsstatur, muss man erlebt haben.

// Tag sechs

Der Tag vor dem Marathon hatten wir ruhiger geplant und jeder machte auch mal was für sich.
Heute gab es zum Frühstück wieder Bagels. Wir sind der Empfehlung für Best Bagels and Coffee gefolgt und stellten uns brav in die echt lange Schlange. Aber es lohnte sich: die Auswahl war kleiner als in dem anderem Store (dessen Namen ich leider nicht mehr weiss), aber noch immer riesig. Und es war sooo lecker. Peanutbutter auf getoastetem Sesambagel ist mein Favorit, neben all den Gemüse-Cremecheese-Varianten.

Gestärkt machten wir uns auf zum Bryant Parc und der New Public Library. Dort trennten sich auch unserer Wege: ich liebe Bibliotheken und genoss die Atmosphäre dort noch ein wenig länger. Und statt noch einmal shoppen zu gehen setze ich mich in die Sonne an die Eislaufbahn im Park, genoss die Stimmung: hörte die Weihnachtsmusik, die durch die Lautsprecher dröhnte und schaute Kindern auf der Eislaufbahn zu. Herrlich entspannt, mitten in New York.
Ein wenig genoss ich auch das gute WLAN und recherchierte für meine kleine Weltreise in kommenden Jahr, aber dazu demnächst im Blog mehr.

Am Abend trafen wir uns mit einem Freund zum Pastaessen am Times Square. Für mich war das alles eher entspannt: ich würde ja nicht laufen und mein Supportplan war soweit final. Und Times Square und Pasta geht irgendwie immer.

// Tag sieben

Heute stand alles im Zeichen des Marathons. In New York starten die Marathonis ab 8.30 Uhr. Aber es ist eine sooo riesige Veranstaltung, dass mein Freund gefühlt mitten in der Nacht das Hotelzimmer verlassen hat. Mein Support startete in Brooklyn bei Meile 8. Ich war viel zu früh da: es reichte noch locker für einen weiteren Bagel mit Peanutbutter und der Suche nach einem perfekten Supportpunkt. Es war großartig: DJ‘s, Schüler die Musik machten, Nachbarn die zusammen die Klappstühle aufstellten, selbst gebackener Kuchen, gut gelaunte Polizei, immer wieder Musik, nur wenige Menschen standen still an der Strecke und es war immer ein netter Plausch mit anderen Supportern in der Subway möglich… es machte wahnsinnig viel Spaß, trotz des bescheidenen Wetters und dem Fakt, dass ich nicht selbst auf der Strecke sein konnte (da war es wieder: das Kribbeln in den Beinen).

Mein Freund und dessen Kumpel liefen den kompletten Marathon in einer wirklich guten Zeit zusammen, mein Supportplan ging auf und am Ende traf ich die beiden überglücklich im Nachzielbereich. Was für ein Event. Hier möchte ich auf jeden Fall auch mal Marathon laufen: die Strecke und der Support ist einfach besonders.

Nach dem Marathon waren alle Beteiligten platt, so dass nicht mehr viel passierte: bisschen shoppen für mich, am Abend noch ein (gar nicht) kulinarisches Highlight bei Chipotle und ein paar Runden Bier und Computerspiele in der Barcade.

// Tag acht

Abflugtag: also allgemein nicht so beste Stimmung bei mir. Ich besuchte am Morgen noch das Y7 Yogastudio (Blogenricht hier) und dann war auch schon Zeit zum Packen. Wir genossen noch ein ausgiebiges Frühstück im Le Pain Quotitien, schlenderten noch einmal über die 5th Avenue und dann ging es auch schon los mit der Rückreise von Newark nach Düsseldorf.

New York, du bist eine tolle Stadt, mein Herz hast du gewonnen. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch.

One comment

  1. Katrin Schmitz August 12, 2018

    Hallo Yvi,
    ich habe mir mal in Ruhe Deinen New York Bericht durchgelesen und die Fotos angeschaut. Sehr schön. Vor allem aber habe ich mich über das Feuerwehrauto gefreut, welches Du fotografiert hast ; )
    LG Katrin

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