Ubud

Ubud war die erste Station meiner Reise. Der Grund dafür ist einfach: Yoga. Ubud ist total bekannt dafür, dass es dort viele Yogastudios gibt. Zudem ist es ein Garant für einen einfachen Einstieg in die Reise, da es inzwischen nicht mehr viel mit dem idyllischen kleinen Ort zu tun hat, der es einst mal war. Ubud pulsiert: die Straßen sind voll mit Autos und Motorbikes, unzählige Restaurants, Warungs und Gelegenheiten zum shoppen. Mit Englisch kommt man sicher durch und durch die vielen Backpacker findet man leicht Anschuss, wenn man mag.

Für mich war es das erste Mal in Ubud, und überhaupt in Indonesien. Und für mich hat Ubud – trotz der Entwicklung – einen besonderen Spirit. Ich habe es geliebt die Strassen entlang zu laufen und die vielen großen und kleinen Tempel anzusehen. Oftmals waren die Eingänge zu Unterkünften Schreine mit Göttern, frischen Opfergaben und Blumendekoration. Vor allem Ganesha war sehr prominent vertreten. Ich hatte einen superschönen Start in die Reise. Auch wenn ich nicht viel unternommen habe, weil ich erst einmal ankommen und entspannen wollte, sind ein paar Highlights zusammen gekommen.

PURI GARDEN HOTEL & HOSTEL

Das Puri Garden Hotel & Hostel hatte ich bereits in Deutschland für sieben Nächte gebucht. Es hat sehr gute Bewertungen, der Stil gefiel mir und es war nah zum The Yoga Barn, einem der Yogastudios, das ich in Ubud ausprobieren wollte. Ich kann es ebenfalls nur empfehlen: sehr sauber, aufmerksame und freundliches Personal, leckeres vielseitiges Frühstück, tolle Anlage mit Pool und Yoga am Morgen inklusive, Live Bands am Abend, aber Ruhe ab ca 23 Uhr. Die Betten im achter Dormroom waren grandios bequem und ungewöhnlich breit.

TEMPEL IN DER STADT
Man muss gar nicht zu einem bestimmten Tempel gehen, sie sind überall in der Stadt verteilt. Einfach zu Fuß gehen, auch mal in die Seitenstraßen hinein. In der Umgebung von Ubud gibt es einige große Tempelanlagen, ich kam allerdings nicht in Stimmung für echte Ausflüge. Außerdem hat in Ubud gefühlt jede Familie einen eigenen kleinen Tempel, so dass man davon auch während eines Spazierganges sehr viele gesehen kann. Mir hat das erst einmal gereicht. Seht es mir nach, dass ich hier keine Namen bzw. genaue Orte nenne, da ich mich einfach hab treiben lassen und anfangs auch keine Internetverbindung abseits von WLAN hatte.

REISFELDER VON TEGALALANG
An meinem ersten vollen Tag in Ubud wurde ich auf der Strasse von einem Taxifahrer angesprochen, ob ich zu den Reisterrassen will. Man bekommt ständig eine Tour angeboten wenn man durch die Straßen läuft. Hier ging es aber darum, mir mit einem anderen Reisenden die Tour zu teilen. Josh war aus Kanada, und ich hatte kein negatives Gefühl. Also sagt ich ja. Und das war sooo gut. Der Taxisfahrer fuhr mit uns nach Tegalalang, was etwa 12 km von Ubud entfernt ist. Je nach Verkehr kann die Fahrt aber dauern. Josh und ich verstanden uns gut, also machten wir uns auch zusammen auf dem Weg durch die Reisterassen.

Es gibt mehrere Eingänge entlang der Hauptstraße, immer verbunden mit einem Stand mit Souvenirs, einem Restaurant oder was anderem. Ehrlich: am Anfang war es einfach nur mega touristisch. Aber ich war ja selbst einer… das darf man nie vergessen wenn man sich beschwert, wie voll es überall ist. Und mit Josh hatte ich einen entdeckungsfreudigen Reisepartner, so dass wir bald in einem Bereich kamen, der sehr einsam war.

Und es sah so toll aus, es war ein Erlebnis: vor allem in langem Kleid und FlipFlops. Wir trafen auf eine ältere Frau und (wahrscheinlich) ihrem Mann, die noch traditionell Reis ernteten. Die Frau zeigte uns genau die einzelnen Schritte und lachte dabei. Worte brauchte es nicht. Sie hat ihr Leben wahrscheinlich mit dieser Arbeit verbracht, ihre Haut war sonnengegerbt und der Zustand ihrer Zähne sprachen Bände. Aber sie verstand auch das Spiel: natürlich erwartete sie ein paar Indonesische Rupiah als wird uns mit „terima kasih“ (indonesisch für „dankeschön“) verabschiedeten.

Ein tolles Erlebnis war auch der alte Mann, der in einer Hütte auf einem Instrument aus Bambusrohren Musik spielte. Dieser sanfte klangvolle Sound war so wunderschön im Zusammenhang mit den Blick auf die üppig grünen Reisterassen. Und während Josh ein eiskaltes Bier bei ihm genoss, bat ich darum selbst einmal spielen zu dürfen, was natürlich ging. Der Mann grinste über beide Ohren, ich glaube er hat sich sehr über unser Interesse gefreut. Und es war ganz einfach, ein paar schöne Töne zu spielen: man musste nur am besten immer gleichzeitig zwei Rohre anschlagen. Anschließend probierte ich noch eine Frucht, die sich Mangostane nennt, vom seinem Stand und kaufte gleich noch ein paar mehr davon, weil es so lecker tropisch schmeckte. Alle waren happy: der Mann hatte ein Geschäft gemacht, Josh genoss sein eiskaltes Bier und ich meine Mangostane.

Allein deswegen: es lohnt sich auf jeden Fall, einfach dem Instinkt und der Neugier zu folgen. Dann findet man auch Ecken, die unberührt sind. Und trifft eben auch noch die Einheimischen in ihrer Welt an. Vielleicht trifft man auch auf eine Schlange, so wir wir. Aber die hatte auch Angst vor uns und flüchtete ins Gebüsch.

Was wir nicht gemacht haben, was aber sicher auch seinen Reiz hat: die riesigen Schwingschaukeln, die vereinzelt in den Reisterassen aufgebaut worden sind. Bringt auf jeden Fall Zeit mit. Wenn ihr mit einem Fahrer kommt, der auf euch wartet: handelt mindestens zwei Stunden aus. Man braucht etwas um vom Trubel wegzukommen und entlang der Reisterassen zu spazieren erfordert auch ein wenig Konzentration und Orientierung. Und schließlich will man den Anblick ja auch geniessen und nicht einfach nur durchhuschen.

VILLA KITTY FOUNDATION
Nicht unbedingt eine Sehenswürdigkeit, aber eine verdammt gute Sache, sich Zeit zu nehmen für die Schützlinge der Villa Kitty. Dort finden die großen und kleinen Stubentiger ohne Zuhause (und auch Straßenhunde) eben genau dieses. Ich war während meiner Zeit in Ubud zweimal da. Wenn ich mich noch richtig erinnere, leben aktuell 221 Katzen und etwa 40 Hunde in der Obhut der Foundation. Mehr als 20 Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr um die Schützlinge.

Mein Tipp: Sonntags gibt es einen gemeinsamen kostenlosen Lunch bei einem Besuch in der Villa. Das ist sicher auch nochmals zum Austausch mit den Angestellten interessant. Montags ist nur für Besucher geöffnet, die bereits einmal da waren und wissen, wie sie sich verhalten müssen. Ansonsten einfach hingehen und vor Ort nimmt sich eine liebe Seele die Zeit, dir alles zu zeigen und zu erklären.

Es ist als Thema wahnsinnig traurig, dass es solche Einrichtungen braucht. Aber die Villa Kitty ist ein Ort, wo man sich dennoch gut fühlt weil man sich auch Mühe gegeben hat einen ansprechenden Ort zu schaffen. Und es geht letztlich um die Mietzen und Hunde, dass sie geknuddelt werden, man mit ihnen spielt und Zeit verbringt. Natürlich helfen auch Spenden enorm. Das geht ganz einfach, zum Beispiel via Paypal. Ich habe noch direkt vor Ort 50 Eur gespendet und wenn ich nochmals nach Ubud komme, werde ich mir noch einmal Zeit nehmen für die Süßen dort. Und wer Tiere mag, weiß, dass sie einem auch ganz viel zurückgeben. Ich war zwar auch etwas traurig vor Ort, aber es hat auch sehr viel Spass gemacht.

An Indian legends says: „When a human dies, there is a bridge they must cross to enter into heaven. At the head of the bridge waits every animal that human encountered during their lifetime. The animals, based on what they know of this person, decide which human may cross the bridge and which are turned away.“
That would be Karma at its finest. – Villa Kitty FOUNDATION

Wahrscheinlich finden nur sehr wenige der Schützlinge ein neues, liebevolles Zuhause. Daher ist die Arbeit der Villa Kitty Foundation so wichtig. Was mich traurig gemacht hat, ist vor allem die Unnötigkeit dieser Kreislaufes, die mir im Gespräch mit einer Mitarbeiterin bewusst geworden ist. Die Menschen schaffen sich Katzen und Hunde an und lassen sie meist frei leben, was an sich toll ist. So kommen sie aber mit anderen Tieren von der Straße in Kontakt, die Krankheiten haben mangels Pflege. Oftmals kümmern sich dann die Besitzer nicht um ihre Tiere und geben sie ab an die Villa Kitty oder überlassen sie eben sich selbst, weil sie nicht mehr hübsch sind. So werden sie dann auch zu Straßenkatzen und -hunden. Mit ein wenig Pflege und Fürsorge, sind die meisten Krankheiten, die vor allem die Haut und Augen der Tiere betreffen, gut zu behandeln. Und ein weiteres Problem ist dann natürlich die unkontrollierte Vermehrung der Tiere. In der Villa Kitty habe ich viele kleine Stubentiger gesehen, die zuvor auf der Strasse ohne das Muttertier gefunden worden sind.

Die Villa Kitty Foundation setzt inzwischen auch auf Aufklärung. Es ist, laut den Informationen die ich bekommen habe, noch keine große Sparte ihrer Arbeit. Aber manchmal kommen Schulklassen zur Villa und erfahren dort auch wie man mit richtig mit Katzen und Hunden umgeht.

Ich kann es euch nur ans Herz legen, etwas Zeit für die Arbeit der Villa Kitty Foundation zu investieren, wenn ihr in Ubud seid. Auf halben Weg dorthin befindet sich auch das tolle Warung 9 Angels (mehr dazu später in diesem Artikel), was man super mit dem Besuch kombinieren kann.

ATMAN KAFE
Das Atman Kafe war eine Empfehlung eines Freundes aus Deutschland. Allerdings bin ich zufällig dort gelandet, und hab erst während ich da war gemerkt, dass es genau das Lokal ist. Es gibt inzwischen einen zweiten Ableger in Ubud, beide auf der Jl. Hanoman und ich kann sie beide empfehlen. Die Auswahl ann gesundem und vor allem schmackhaften Essen und Drinks ist riesig. Es gibt neben dem Straßenverkauf von Eis, Kuchen und Power Balls aber auch noch ein Sortiment an Yogaequipement sowie Schmuck und Dekoartikeln. Ich mochte vor allem das zweite Lokal, von The Yoga Barn aus rechts die Straße entlang, auf der linken Seite. Es wirkt von Außen eher klein, aber es geht nach hinten hin weiter. Der lange Tisch ganzen Hinten mit Blick auf ein kleines Reisfeld ist besonders toll. Und man muss keinen Laptop dabei haben um da sitzen zu dürfen, man kann auch einfach nur ewig rausgucken und genießen. 😉

BITTERSWEET UBUD
Edel und luxuriös, weitläufig und vielfältig. Der Concept Store BitterSweet Ubud beinhaltet ein Restaurant und Café, man kann augenscheinlich wunderschöne Dekoration kaufen, dazu direkt noch prachtvolle Blumen und neue Klamotten. Ein kleiner Bereich lädt auch zum arbeiten am Laptop ein. Ich hab dort einen sehr, sehr leckeren Papayasalat gegessen und einfach nur den Moment in den großen Sesseln genossen. Es war mein erster Tag in Ubud und dieser Ort hat mich in einer jetlagbedingten Schwächesituation einfach nur abgeholt.

YOGA
Ubud ist bekannt für sein vielfältiges Angebot an Yogastudios. Ich habe es während meines ersten Besuches leider „nur“ ins The Yoga Barn geschafft. Darüber werde ich einen eigenen Blogbeitrag veröffentlichen. Mir wurde aber auch das Ubud Yoga House, Yoga Centre Ubud und das Radiantly Alive sehr empfohlen.

Ubud hat eine große Yoga Szene. Besonders gefallen hat mir, dass es aber vor allem auch ein großes Angebot an Meditation und „Breathwork“ (anwenden von Atemtechniken) gibt. Wenn ich selbst Yoga unterrichte, ist dies immer Bestandteil meiner Stunde. Aber in Ubud fand ich ein großes Angebot mit eben nur dem Fokus darauf. Im blogbeitrag zum The Yoga Barn werde ich darauf näher eingehen.

WALKS
In Ubud gibt es einige Walks, die ein wenig raus aus dem Trubel in die Natur hinein führen. Ich hab an einem Nachmittag den CAMPUHAN RIDGE WALK gemacht. Leider sind wir etwas spät gestartet, so dass uns der Einbruch des Abends ein wenig in Zeitbedrängnis gebracht hat. Der Walk führt recht schnell in die Natur hinein, ist einfach zu gehen und ist auch nur ca. 2 km lang. Am Ende ist ein Café wo man zum Beispiel eine gekühlte Kokusnuss geniessen kann.

Auf der Seite almostlanding.com sind noch einige mehr Walks in Ubud aufgeführt, einschließlich Infos was einen erwartet und wo man den Einstieg findet.

STREETLIFE
Ich bin ein großer Fan davon, mir die Gegend zu erlaufen. In Ubud ist es tatsächlich noch möglich die Stadt zu Fuß kennenzulernen. Man schafft es vielleicht nicht an einem Tag komplett, aber es ist doch noch recht übersichtlich. Ich mag es, es ist intensiver wenn man läuft und jeder Zeit stoppen kann. Ich habe das sehr genossen, ich konnte die Hitze auch gut ab.

Man muss allerdings schon ein wenig darauf achten, wo man lang geht. Nicht nur weil viel Verkehr ist und die Bürgersteige (sofern es welche gibt) auch sehr gerne mit Autos und Motorbikes zugeparkt sind. Oft sind die Bürgersteige aber eben auch kaputt, es gibt oft Stufen und manchmal offene Abgründe, da die Bodenplatten – aus welchem Grund auch immer – daneben liegen oder eben gar nicht mehr existieren. Wenn sich der Verkehr richtig staut, wird der Fußgängerweg auch gern mal Ausweichpiste für Motorbikes.

Aber irgendwie macht es das auch besonders und man sollte es nicht verurteilen. Man schaut dadurch letztlich auch genauer hin und entdeckt immer wieder kleine Dinge, die man sonst vielleicht übersehen hätte.

Zum Beispiel die vielen kleinen gebastelten Opfergaben. Die aus Palmenblättern gebastelten Körbchen beinhalten oft bunte Blumen, Reis, manchmal Süßigkeiten und Kekse. Während des Betens wird heiliges Wasser über die kleinen Körbchen geworfen und Räucherstäbchen hineingesteckt. Wenn das Körbchen auf einen Schrein gelegt wird, wird dieser oft noch mit bunten Blumen geschmückt. Ich habe bisher immer nur Frauen wahrgenommen, die diese Zeremonie durchgeführt haben. Sie bedanken sich damit bei den Göttern oder beten für einen Wunsch. Im übrigen ist es nicht schlimm, wenn man versehentlich auf die Opfergaben auf den Boden tritt, was mir mehr als einmal passiert ist. Deren spiritueller Inhalt hat die Götter längst erreicht. Und oftmals haben die Strassenhunde den essbaren Inhalt auch schon geplündert, was auch tatsächlich so gedacht ist.

Wenn du in der Nähe des Monkey Forest kommst, hast du verdammt gute Chancen auf freilebende Affen zu treffen. Sie sind aber harmlos. Anders ist das angeblich im Monkey Forst selbst, wo diese sehr frech sich gerne an deinem Essen oder Sonnenbrillen vergreifen sollen. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich war selbst nicht drin, werde mich aber bei meinem nächsten Besuch in Ubud auf jeden Fall hineintrauen.

Was ich irgendwie vermisst habe in Ubud, sind Straßenstände mit Essen und einen Nachtmarkt. Letzteres ist wohl vor einiger Zeit schon an einen anderen Ort gezogen. Ein Taxifahrer meinte, dass aufgrund der Masse an Restaurants, Cafés und Shops die Grundlage für den Nachtmarkt verloren gegangen ist. Ich vermute, dass die Mehrheit der Einheimischen eh nicht mehr in Ubud selbst leben, sondern weiter draussen. Alle Fahrer, die ich gesprochen habe, meinten zumindest, dass sie etwa 20 Minuten entfernt von Ubud leben. Was es aber noch gibt, sind die so genannten Warungs. Übersetzt aus dem indonesischen heißt Warung „Lädelchen“ und bezeichnet einen Straßenverkaufsstand für Nahrungsmittel auf Rädern. Sie dienen grundsätzlich der Versorgung der Bevölkerung auf der Straße mit Nahrungsmitteln. Allerdings treffe ich in Ubud nur auf feste Warungs. Sie sind meist weit günstiger und schlichter eingerichtet als Restaurants, aber auch da gibt es große Unterschiede.

Durch meine Spaziergänge habe ich immer wieder auch Situationen erwischt, die ich sonst wohl nicht erlebt hätte. Ich durfte zum Beispiel ein Gebet in einer Schule miterleben, weil ich einfach neugierig war, das Schlugelände während der Pause betreten und die Kinder auf dem Schulhof gegrüßt habe. Da gerade Lautsprecher aufgebaut wurden, fragte ich, was jetzt passiert und ob ich bleiben darf. Na klar durfte ich. Die Balinesen sind ein wahnsinnig freundliches Volk. Und die Kinder haben immer wieder gewunken und gelacht. Und während eines Spazierganges zurück von der Villa Kitty habe ich bei den Frauen auf der Baustelle für ein paar Minuten beim Erdesieben mit abgepackt. Leider reichten meine wenige Brocken Indonesisch nicht um mich mit den Kindern oder den Frauen zu unterhalten.
Ach, und nach dem vielen Laufen tut die Fußmassage, die für 60 Minuten in Ubud zum Teil keine 6 EUR kostet, besonders gut.

WARUNG 9 ANGELS
Eines der zuvor beschrieben Warungs habe ich gleich zweimal besucht, weil es so lecker war und ich das Konzept interessant fand. Das Warung 9 Angels habe ich immer besucht wenn ich in der Villa Kitty Foundation war, da es auf dem Weg dorthin an der Strasse lag.

Das Warung 9 Angels bietet ausschließlich vegetarische Gerichte an, GMS free (ohne Geschmacksverstärker) und gekocht wird mit alkalinem Wasser (ionisiertes Wasser, dass den Säurehaushalt im Körper positiv beeinflussen soll). Man nimmt sich einfach einen Teller und befällt ihn mit den Dingen, die man vom Buffet mag. An jedem Gericht liegen Stapel mit Zetteln mit einem Betrag, wovon man sich pro Portion einen wegnimmt. Entsprechend der Summe der Zettel hat man den Mindestbetrag, plus Getränke, den man beim Verlassen des Warungs in die Box einwerfen sollte. Bedient wird man, wenn man Fragen hat oder ein Getränk möchte. Ansonsten heisste es einfach komplett „help yourself“. Säfte werden ganz frisch zubereitet, wobei man aus den Früchten auswählen kann, die auch zum Verkauf als Ganzes angeboten werden. Wenn man fertig ist, wäscht man sein Geschirr selbst in der kleinen Küche ab, wo man zuvor seinen Teller weggenommen hat. So einfach, so lecker.

Das Warung 9 Angels ist ein sehr angenehmer Ort, mit vielen verschiedenen Sitzmöglichkeiten, einer kleinen Bücherwand und einen Shop. Ich war sehr gerne dort und es war das leckerste Essen, das ich in einem Warung in Ubud hatte. Toll ist, dass man eben selbst aussucht was man probieren möchte und dadurch sehr viel Spielraum hat. Lecker war auch das Bananenbrot. Zum Warung 9 Angels gehört auch das Restaurant 9 Angels, aber da war ich selbst nicht.

SHOPPING
In Ubud gibt es unzählige Shops wo man alles mögliche kaufen kann. Die Bandbreite reicht vom typischen (Billig-) Souvenirshop bis zur teuren und schicken Boutique, Fast Fashion und nachhaltiger Mode, sowie Naturkosmetik und Musikinstrumenten.

Mein Backpack ist eh schon voll und ich brauche eigentlich nichts. Ich hatte mir zum Start der Reise allerdings auch vorgenommen, dass ich kein Fast Fashion mehr unterstütze – was meinen Shoppingspielraum direkt wahnsinnig eingrenzt. An einem Tag bin ich mit einer neuen Freundin aber doch mal intensiv bummeln gewesen, weil sie ein neues Outfit haben wollte und ich ein weißes T-Shirt gesucht habe und gerne mit ihr gemeinsam Zeit verbringen wollte. Wir waren in unzähligen Läden, es gibt wahnsinnig viele schöne Sachen. Aber letztlich habe ich danach für mich festgestellt, dass ich meine Zeit sinnvoller verwenden kann. Mein organic Baumwollshirt hab ich dann bei MEISOUMALAS gekauft, die auch wunderschönen Schmuck verkaufen.

Auf der Seiten von Travelshopa , TripCanvas und coconuts.co habe ich Beiträge zu nachhaltigen Mode- und Kosmetiklabeln sowie Supermärkten auf Bali gefunden.

MEIN FAZIT
Ubud ist sicher nicht nur für Yogabegeisterte ein toller Reiseort. Ich war sieben Nächte vor Ort und hätte auch noch bleiben können. Ich mochte die Atmopshäre sehr gerne und ich habe tolle Menschen in Ubud kennengelernt. Außerhalb der Stadt befinden sich noch viele tolle, ruhigere oder auch aufregende Orte, die man mit einem Fahrer mit dem Roller aufsuchen kann.

Positiv ist mir aufgefallen, dass ich im Hotel und im The Yoga Barn meine Wasserflasche auffüllen konnte, so dass ich Plastikwasser vermeiden konnte. Und es wurde vielfach auf organische Verpackung, z.B. mit Bananenblättern gesetzt sowie auf Strohhalme aus Bambus. Aber das Müllproblem ist auch in Ubud allgegenwärtig.

Du hast Fragen oder Anregungen? Lass mir gerne einen Kommentar da oder schreib mich bei Instagram an. Dort kommen auch nahezu täglich Impressionen und kleine Beiträge zu meiner Reise. Lieben Dank für‘s Lesen und dein Feedback, wenn du magst.

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