Valencia

Valencia // Tag 1

Unser Flug hab Düsseldorf startete 11.40 Uhr. Das bedeutete für uns einen entspannten Start in den Tag. Am Flughafen kehrten wir ins Hausmann’s ein, einem Ableger von Tim Mälzer’s Hausmann’s in der Düsseldorfer Altstadt. Dort hatten wir mal sehr lecker gegessen, heute gab es „nur“ ein Bier/Wein zur Feier des Tages. Auf einen tollen Urlaub!

Unser Abflug verzögerte sich leicht, da ein Zollhund und dessen Hundeführer ein Livetraining bei unserem Boarding absolvierten, inkl. „Köderpassagiere“. Der Hund war super motiviert und für mich war es sehr interessant zu beobachten.

Der Flug mit Eurowings war unspektakulär und nach 2 Stunden landeten wir in Valencia bei Sonnenschein und etwa 19 Grad: meine Flipflops hatte ich an, bevor wir unsere Koffer hatten.

Es ist super leicht vom Flughafen in die Innenstadt von Valencia zu kommen. Wir besorgten uns eine aufladbare TuiN Card für 11 Euro (10 EUR Guthaben und 1 Euro Serviceleistung; Hinweis: das Ticket gilt nicht für Busse/ EMT und ein Guthaben auf der Karte kann man nicht zurückbuchen lassen). Vom Flughafen kann man die Linie 3 und 5 nutzen und nach etwa 20 Minuten erreichten wir schon unsere Endstation Station Angel Guimerea, einem sehr zentralen Punkt in der Stadt. Die Fahrt hat 2 EUR pro Person gekostet. Von hier konnten wir zu unserer Unterkunft laufen. Wir hatten uns ein 1-Zimmerappartmemt über Airbnb gebucht, zu dem auch eine Dachterrasse mit einem kleinen Pool gehörte.

Tag 1 ließen wir ganz locker angehen: wir spazierten durch die Stadt und ein Stück im grünen Flussbett entlang. Es gab erste Shoppingerfolge und wir genossen die ersten Tapas in der Sonne mit Bier und Vino im Sol i Lluna. Das Lokal liegt in einer Nische, unweit vom Plaza de la Reina, wo sich ein Lokal neben den anderen tummelt. Das haben wir erst später entdeckt, aber wir waren sehr happy mit unserem kleinen eher unscheinbaren Fund. Klare Empfehlung für einen Tapas-Stopp.

Was mir schnell aufgefallen ist: in Valencia gibt es sehr, sehr viel Streetart/ Graffiti: da sind richtig schöne Motive dabei. Leider aber auch viel Schmiererei auf den großen Holztüren oder vielen Häuserwänden.

Auf meinen Instagram Account Yyvi findet ihr mehr davon davon.

// Tag 2

Den Tag starteten wir gegen Mittag: wir hatten keinen Wecker gestellt und die Fenster mit den landestypischen Holztüren verdunkelt. Urlaub ist wenn man keine Termine hat… dafür liebe ich diese Zeit besonders. Und wenn man sich dann noch in seinem Zuhause auf Zeit so wohlfühlt, kann man das auch richtig genießen.

Nach dem Frühstück zog es uns in die Stadt. Wir besichtigten El Mercat, die Große Markthalle und dessen Umgebung mit den tollen alten Gebäuden einschließlich der Esglesia dels Sants Joans, den Plaza Redona, Plaza de la Reina, Palau del Marques de Campo und ließen uns durch entlang des grünen Flussbettes und durch die Gassen treiben.

Die Markthalle „El Mercat“ fand ich super schön mit ihrer hohen, hellen Architektur. Die Atmosphäre war super entspannt, keine marktschreierischen Aktionen. Da wollte ich auf jeden Fall nochmals mit leeren Magen hin. Die Markthalle hat Montag bis Samstag von 7 bis 15 Uhr geöffnet.

Wir entdeckten immer wieder neue Wege durch unseren Spaziergang durch die Stadt; ich shoppte ein wenig Schmuck und zwischendurch genossen wir den Tag immer wieder in der Sonne in kleinen Bars. Valencia machte auf uns einen sehr entspannten Eindruck und es war einfach nur toll.

Empfehlen kann ich den Platz an der „Plaza del Doctor Collado“, wo sich mehrere Bars / Restaurants nebeneinander tummeln. An diesem Ort treffen alt und neu zusammen: neben neu restaurierten Gebäuden stehen Ruinen von Häusern. Aber das macht den Charme aus. Und wenn man Glück hat, ist gerade auch ein Musiker vor Ort, der spanische Lieder singt und das ganze irgendwie perfekt macht.

Sehr gut hat uns auch unser Stopp im bar und kitchen gefallen. Das Lokal um industrial-Stil befindet sich auf der Plaça d’Ibanyes, 7, 46001 València, ganz in der Nähe der Kathedrale von Valencia. Hier habe ich meine erste Valencia Paella gegessen, die ich auch sehr mochte. Die Version aus Valencia, bzw. das Original beinhaltet neben dem besonderen Peallareis: Hühnchen, große weiße Bohnen, Schneidebohnen, Rosmarin und Safran. Das Lokal bietet auch vegetarisches Essen an – und einen fantastisch aussehende Schokoladenkuchen an, den ich leider nicht bestellt habe.

Ich investierte mein Geld in noch mehr Schmuck. Nebenan gab es den ephemareal store, in welchen wechselnde Shops ihre Sachen anbieten können. Es sind quasi kleine Stores im Store: es gab an diesem Tag einen Tisch mit edler Salami, einen mit Schmuck, einen mit Design Karten und Bildern und einen Bereich mit Vintage-Kleidung für Frauen. Sehr cool gemacht.

Den frühen Abend verbrachten wir in unserem schönen Appartement. Ich machte Yoga für mich und mein Freund genoss die Zeit auf der Dachterrasse.

Am späten Abend zog uns der Hunger in die Leipzig Bar: schon allein der Name machte uns neugierig auf das Lokal, da wir beide ursprünglich in der Nähe von Leipzig aufgewachsen sind. Vor Ort gibt es einen schönen Außenbereich zum Sitzen und die Karte zeigt die typischen Spazialitäten wie Tapas, Sandwiches (in meiner Welt: geröstete Bemme), aber auch Salate und Wraps. Wir waren beide sehr happy mit unserem Essen: ich hatte die Sardinenbällchen und Humus, mein Freund ein Salamipaste-Sandwich und Kartoffel-Schinken-Kroketten. Kurz nach uns kam eine große Gruppe in das ohnehin schon volle Restaurant, aber dennoch fand die Besitzerin Zeit mit uns ein wenig zu plaudern. Natürlich hatte sie ihre Wurzeln in Leipzig, aber sie lebt schon 12 Jahre in Valencia.

Den schönen Tag ließen wir dann nach einem kurzen Spaziergang durch die Gassen wieder im Appartement ausklingen.

// Tag 3

Tag drei wollten wir ganz entspannt am Strand verbringen. Morgens hatten wir jedoch wieder keine Eile: unser AirBnB hatte einen sehr hohen Wohlfühlfaktor.

Gegem Mittag machten wir uns auf zum Strand. Mit der Metro und der Straßenbahn ist das ein leichtes: inklusive Wartezeiten waren wir dann aber doch 45 Minuten unterwegs.
Der Stand ist nichts besonders toll, aber man ist am Meer und es gibt viel Platz, was ich immer sehr mag. Man sieht in beide Richtungen Industriegelände bzw. den Hafen und neben ein paar Restaurants und Cafés gab es noch ein Volleyball Trainings Camp. Wir hatten an diesem Tag viel Wind, aber wunderschön sonniges Wetter. Richtig ins Wasser hab ich mich nicht gewagt: es war noch sehr kalt und ich irgendwie auch zu faul zum Schwimmen.

Wirklich entspannen konnte ich mich nicht, gebe ich ehrlich zu. Mir tat es selbst ein bisschen leid, aber ich gehöre nicht zu den Menschen, die stundenlang einfach nur in der Sonne rumliegen können. Mit Surfbrett oder weniger Wind wäre das was anderes… Aber so  packten wir uns nach etwa zwei Stunden unsere Sachen zusammen, genossen noch einen Eiskaffee im Pans and Company direkt am Strand und machten uns dann auf zurück in die Stadt, wo wir die Startunterlagen für den WingsforLife Run für den kommenden Tag abholen wollten. Dabei entdeckten wir, dass sich entlang der Straße zurück in die Stadt einige nett aussehende Lokale befanden. Wir überlegten uns, dass wir vielleicht nochmals mit den Rädern herkommen würden.
Nachdem wir die Startuntelagen abgeholt hatten, besuchten wir das Gelände des Ciutat de les Arts i les Ciències, wo auch der Lauf am nächsten Tag starten sollte. Das Gelände ist mega schön, vor allem bei strahlendem Sonnenschein, wie wir es erleben durften.

Das Wasser und die hellen Bauten strahlen einen maritimen Charme aus, die Architektur hat mich sehr begeistert. Lustig sind auch die Wasserspielzeuge: man kann sich in einem Gummiball einschließen lassen und versuchen sich mit diesem über das Wasser zu bewegen, wenn auch begrenzt durch eine sehr kurze Leine. Außerdem kann man kann Paddelboot fahren und eine Art Tretboot im Stehen.

Vor dort aus sind wir im Flußbett bis zur U-Bahnstation Alameda gelaufen: sie ist unterirdisch besonders schön gestaltet durch helle Fliesenstückchen, in denen das Licht einen Glitzereffekt bewirkt.
Abends sind wir dann auf der Suche nach einem Italiener (ich sag nur: Carboloading für den kommenden Tag) im bon gust gelandet. Aufgefallen ist es uns vor allem durch das riesige Plakat an einer der angrenzenden Hauswänden mit einer opulente Dame, die in einer Paellapfanne steht.


Das bon gust würde ich aber nicht uneingeschränkt empfehlen: die Bedienungen wirkten unabgestimmt, unser Essen kam weit zeitversetzt, obwohl wir beide ein Nudelgericht hatten und die Anzahl der Garnelen in meinem Gericht beschränkte sich auf genau zwei: etwas wenig meiner Meinung nach. Geschmeckt hat es, aber mich hat es im Gesamten nicht überzeugt.
Irgendwie wollten wir an diesem Abend noch nicht nach Hause, so sind wir noch durch die Gassen geschlendert und im Tyris on Tab eingekehrt.

Die Bar bietet vor allem eine große Auswahl an Bieren, aber auch Essen an und hat einen großzügigen Außenbereich. Empfehle ich sofort weiter, schon allein wegen der netten Bedienung, dem riesigen Graffiti an der Mauer und dem charmanten Hofcharakter. Für diejenigen die kein Bier mögen, gibt es auch Wein und natürlich alkoholfreie Getränke. Coll fand ich auch den Flyer zum Language Exchange, der jeden Donnerstag von 19 Uhr bis 23.50 Uhr im Lokal stattfindet. Leider hatten wir keine Gelegenheit mehr, diesen zu besuchen.
Irgendwann sind wir dann doch nach Hause: am nächsten Tag stand schließlich der Wings for Life Run an und etwas Schlaf sollten wir uns vorher schon noch gönnen.

// Tag 4

Wir hatten die Reise nach Valencia vor allem wegen des Wings for Life Run geplant. Und der fand heute, am 4. Tag unseres Valencia Trips, statt. Der Charity Lauf startete allerdings erst 13 Uhr, so dass wir auch wieder ganz entspannt in den Tag starten konnten inklusive einer kleinen Yogasession für mich.Alle Startgelder für den Lauf werden an ein Forschungsprojekt gespendet, mit der Schwerpunkt der Heilung von verletzten Rückenmark / Querschnittslähmung. „Running for those who can’t:“ Der Lauf startet zur gleichen Zeit 11 Uhr UTC in 25 Städten weltweit. 30 Minuten nach dem Startschuss startet das Catcher Car, das nach festgelegten Intervallen seine Geschwindigkeit erhöht. Sobald es dich als Läufer überholt, bist du im Ziel. Das heißt, wirklich jeder kann bei diesem Lauf mitmachen. Und man konnte auch via App am Event teilnehmen, wenn ein Start in einer der Städte nicht möglich war.Finanziert  wird das Projekt, laut Internetauftritt, über die Stiftung Wings for Life für Rückenmarksforschung und dem Hauptsponsor Red Bull.

Der Startschuss fiel am wunderschönen Ciutat de les Arts i les Ciències und wir liefen die ersten Kilometer innerhalb des grünen Flussbettes nach Nordwesten. Die Strecke führte zunächst aus der Stadt heraus um dann bei Kilometer 10 wieder Richtung Innenstadt und durch das Flussbett und dann nach Nordosten wieder aus der Stadt heraus. Sie war auf 100 Kilometer vorbereitet für die etwa 1300 Läufer. Es war heiß, oder in meiner Sprache: traumhaft sommerlich und es herrschte eine fantastische Stimmung beim Start.

Ich schaffte 13 Kilometer bis das Catcher Car mich erreichte: das mehr als ich mir erhofft hatte. Ich habe echt Gänsehaut bekommen als ich die Sirenen hörte, durch welche das Catcher Car durch die Polizei angekündigt wird. Und als es dann an mir vorbeifuhr und wir Läufer durch die Fahrer bejubelt wurden, war ich mega stolz Teil dieses Projektes zu sein. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.

Ich bin dann mit einem der bereitgestellten Busse zurück zum Start gefahren, wo ich auf einer großen Leinwand mit den anderen Läufern, die bereits zurückgekommen waren, die Übertragung des Verlaufes des Rennens verfolgte.

Irgendwann kam dann auch mein Freund zurück zum Startbereich. Wir hatten beide ein cooles Erlebnis und schauten noch in der Menge den Kampf von Betinha Pereira als schnellste Frau in Valencia gegen das Catcher Car. Sie schaffte es, den Streckenrekord zu überlaufen und wurde nach 49.35 km vom Catcher Car überholt.
Daheim in unserem Appartement angekommen, fielen wir erst einmal über die Leckereien in unserem Kühlschrank her und entspannten ein wenig. Ich finde immer, dass Essen besonders lecker schmeckt wenn man sportlich aktiv war. Und ich bin dann auch immer so innerlich zufrieden.

Abends ging es dann nochmals zu einem Italiener, da wir beide Appetit auf Nudeln hatten. Wir aßen im SAN TOMMASO (Carrer de la Corretgeria, 39, 46001 Valencia), dass ich vom ganzen Herzen empfehlen kann. Wir saßen draußen, weil ich das warme Wetter genießen wollte. Aber eigentlich muss man drinnen sitzen: es ist so unglaublich urgemütlich und schick eingerichtet, wuselig und der fantastische Geruch des Essen macht es zu einem unheimlich tollen Restaurant. Die Küche war sehr, sehr lecker und die Bedienung aufmerksam und freundlich.
Danach sind wir nochmals zu bar&kitchen weil wir den Außenbereich so angenehm fanden und ich den Schokoladenkuchen unbedingt noch essen wollte, der mich letztens schon so angelacht hatte. Es würde dann ein Brownie, dessen Topping einen Prickeleffekt im Mund auslöste. Das perfekte Dessert für diesen Abend.
Mit einem Spaziergang durch die Gassen zurück zu unserem Appartement endete dann auch Tag 4. Ich war echt ko, aber happy.

// Tag 5

Der Tag danach: oh man, hab ich meinen Körper gespürt. Muskelkater vom feinsten und insgesamt ziemlich ko.
Um halbwegs locker zu werden, startete ich den Tag mit einer langen Session Yoga. Einfach nach Gefühl, so wie es gut tat. Dabei die Sonnenstrahlen auf der Matte, die durch das offene Fenster kamen. Ein perfekter Moment.

Später machten wir uns auf dem Weg zur großen Markthalle: dort wollten wir Mitbringsel für Freunde und unsere Familie kaufen und Frühstücken. Ich mag den Weg dorthin sehr, die Gebäude sind so schön anzusehen und um die Markthalle herum ist immer so ein entspanntes, wuseliges Treiben.
Bei unserem ersten Besuch in der Markthalle hatten wir eine Patisserie entdeckt, in der man auch Getränke zu den Snacks ordern und neben der Theke essen kann. Für ein kleines nach Wunsch belegtes und frisch getoastetes Baguette und einen Kaffee zahlt man nur 2,50 EUR. Ich finde es super lecker und entspannt so den Tag zu starten und die Menge um einen herum zu beobachten.

 

Nach kleinen Einkäufen machten wir uns auf zu einer kleinen anspruchslosen Shoppingtour. Um die Metro Station Colon herum findet man die typischen großen Marken wie Zara, Mango, pull &bear, diverse Designerläden und viele andere Marken. Ich habe es leider versäumt mich vorher zu informieren, wo man die kleinen süßen Läden findet. Bis auf die kleinen Boutiquen in dem Viertel in dem wir wohnten, gibt es da sicher noch viel mehr.

Mittagessen waren wir in der birlibirloque bar (Calle de la Paz 7, Bajo, 46003 Valencia). Das Mittagsmenü empfehle ich gerne weiter: für nur 12,50 EUR gab es ein Getränk (auch Wein/ Bier), drei kleine Vorspeisen, einen Hauptgang und ein Dessert. Den Hauptgang und das Dessert konnte man aus mehreren Alternativen nach seinen Wünschen auswählen. Der Service war sehr gut, das Essen lecker und es gibt eine klare Empfehlung meinerseits.
Danach genossen wir den Nachmittag bis Sonnenuntergang auf der Dachterrasse unseres AiBnB’s. Leider hat dann mein Körper gestreikt und ich war plötzlich ziemlich ko und wollte nur noch schlafen. Wir besuchten zwar noch das Restaurant Lamburguesa , das eines der beliebtesten Burger Restaurants der Stadt zu sein scheint, aber dann wanderte ich auch direkt wieder ins Bett.

// Tag 6

Noch immer leicht angeschlagen starte ich in den neuen Tag.  Am Mittag mieteten wir dennoch zwei Räder um ein wenig durch Valencia zu fahren. Wir nutzten das Angebot von Touristing Valencia, deren kleine Filialen über die Stadt verteilt sind. Für ein schlichtes Rad mit Gangschaltung bezahlt man lediglich 9 EUR / 24 Stunden.

Entlang des Flussbettes sind wir erst noch einmal zum Ciutat de les Arts i les Ciències gefahren: es ist einfach cool da und es mussten unbedingt noch Fotos mit der guten Kamera meines Freundes gemacht werden. Dann ging es weiter zum Hafen und dann zum Strand.

Auf dem Weg zurück in die Stadt fanden wir in der Nähe des Hafens das kleine Restaurant El Rinconcillo (Carrer del Pare Lluís Navarro, 5, 46011 Valencia) was ich unbedingt empfehlen möchte: die Besitzerin ist mega sympathisch gewesen, es waren viele Lokals vor Ort, die Tapas sahen toll aus (wir hatten leider vorher schon Tapas am Strand im Els Angles gegessen, die ok waren, aber nicht extra empfehlenswert) und man konnte entspannt und windgeschützt einfach nur die Seele baumeln lassen. Anschließend fuhren noch zum Fußballstadion von Valencia, dem Estadio Mestalla, das mitten in der Stadt steht und entlang des Flussbettes zurück zu unserem Appartement.

Ein Rad auszuleihen und drauf los zu fahren, halte ich in Valencia für eine sehr gute Idee. Die Wege sind gut ausgebaut und wenn man doch mal auf der Straße fahren muss, sind die Autofahrer sehr entspannt. Zudem ist Valencia selbst ist sehr flach und man kann sehr unangestrengt durch die Gegend radeln.
Nach einem weiteren entspannten frühen Abend im Appartement, ließen wir den letzten Abend nochmals im SAN TOMASSO ausklingen. Eigentlich wiederhole ich Lokalbesuche nicht gern, vor allem nicht, wenn es so viele Lokale zur Auswahl gibt; aber heute war uns einfach danach.  Und wieder zeigte es sich von seiner besten Seite: die Bedienungen richtig gut drauf, dazu aufmerksam und witzig und das Essen super lecker.

Und wenn wir schon mal auf der Wiederholungstäter-Tour waren, kehrten wir auf einen Absacker im Tyris on Tap ein.

// Tag 7

Ich hab an diesem Morgen noch nicht genug von Valencia und es zog mich gegen 9 Uhr nochmals zur Markhalle. Ich genoss es mit Sommerkleidchen und Flip Flops die Straßen entlang zu laufen. Ich liebe diese Leichtigkeit, sowohl bedingt durch die leichte Bekleidung als auch ohne Termine und Druck in den Tag zu starten.

Die Geschäfte hatten zum größten Teil noch geschlossen, aber die Markhalle hatte längt geöffnet. Ich kaufte noch Leckereien für das gemeinsame Frühstück und ein paar kulinarische Erinnerungen, die es auch ohne Kühlung aushalten würden. Die Markthalle ist nicht riesig, die Atmosphäre ist so schön entspannt und freundlich. Wieder nahm ich mir vor, daheim mehr auf regionale Märkte zu gehen und dort einzukaufen: dafür muss man nicht ins Ausland fliegen.

Schon auf dem Weg zur Markhalle hatte ich nochmals bei pancreativo artesano (Carrer de la Bosseria, 15, 46001 València) Halt gemacht: das große Baguette ist fantastisch, außen kross und innen saftig. Das hatten wir bereits auf Vortag gekauft und die letzte Gelegenheit musste ich einfach nutzen. Dass ich es bereits auf dem Weg zur Markhalle gekauft hab, hat allerdings einen ganz anderen Grund: ich habe damit mein Portemonnaie im meiner Einkaufstasche, die ich leider nicht verschließen kann, überdeckt. Ob dies wirklich notwendig ist, stelle ich aber gerne in Frage. Ich habe mich in Valencia sehr sicher gefühlt, hatte nie ein ungutes Gefühl in den Gassen oder dass jemand in der Menschenmenge herumschleicht, der sich am Eigentum anderer zu schaffen machen will. Mir sind leider schon mehr als einmal Dinge geklaut worden, daher bin ich vorsichtig geworden. Als wir gegen Mittag zum Flughafen aufbrachen, war ich schon etwas traurig. Es war eine tolle Zeit in Valencia, entspannt, lecker und vielseitig.

Ich kann nur empfehlen die Nähe der Markthalle zu wohnen: die Wege sind kurz, man ist mittendrin, die Architektur ist superschön und mit der Metro / Tram / Bus oder mit dem Rad kommt man überall gut hin. Valencia ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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